©Stadt Wetter (Ruhr)
Machten einen Rundgang durch die neue Mensa: Bürgermeister Frank Hasenberg, Fachbereichsleiter Dr. Dietrich Thier und Philipp Krins von der "Stattküche" ©Stadt Wetter (Ruhr)

So gut kann Schule schmecken: Seit Anfang dieser Woche können die Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule in der neuen Mensa ihr Mittagessen genießen. Neben dem leckeren Essen, welches der Schul- und Kindergartencaterer Stattküche aus Münster liefert, isst auch die neue Mensa an sich ein Augenschmaus: „Ich freue mich, dass das lichtdurchflutete Gebäude in direkter Nähe zum Harkortsee so geworden ist, wie wir es uns gewünscht und erhofft haben“, so Bürgermeister Frank Hasenberg.

Aber zurück zum Essen: Das Menü kostet 3,45 Euro und besteht aus dem Hauptgang (Fleisch oder vegetarisch zur Auswahl), einer Vorspeise und Dessert. Wasserspender sollen als kostenloses Getränke-angebot dienen. „Die Gymnasiums-Mensa in Bad Kreuznach von Sternekoch Johann Lafer hat als Vorbild gedient“, so Schulfachbereichsleiter Dietrich Thier. In Wetter wird auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung für die Schüler gesetzt. Philipp Krins, von der Geschäftsleitung der Stattküche: „Wir bieten von der Anlieferung bis zur Zubereitung das komplette Angebot an. 80 Prozent einer Mahlzeit werden in der Großküche in Bottrop vorbereitet, über das Cookand - Chill - Verfahren wird es abgekühlt, der Rest vor Ort erledigt.“ Derzeit wärmt also ein dreiköpfiges Team in zwei Schichten das angelieferte gekühlte Essen in zwei sogenannten Konvektomaten auf.

Eines Tages kann in der neuen Mensa auch frisch gekocht werden. „Das hängt von der Resonanz und der Finanzierbarkeit ab“, so Thier - die Tendenz bei der Nachfrage sei steigend. Von den derzeit 315 Sekundarschülern haben seit dem Sommer regelmäßig 160 Essen bestellt. Das Mensaangebot gilt zudem auch für die vier Klassen der Real- und Hauptschule. Die 40 verbliebenen Hauptschüler der Klassen 9 und 10 werden seit Montag – nach dem Umzug – im Gebäude an der Wilhelmstraße unterrichtet.

Bestellt werden kann das Essen künftig digital: So erhält jeder Schüler bei der Essensanmeldung einen Chip, auf dem die persönlichen Daten hinterlegt sind. Dann können die Schüler entweder an einem Terminal mit Touch-Monitor in der Schule oder gemeinsam mit den Eltern online über das Internet bis 24 Stunden vor der Mahlzeit aus zwei Menüs ausgewählt werden. „So sind alle Kinder gleich gestellt, auch die, deren Mittagessen über Zuschüsse mitbezahlt werden“, verweist Hasenberg auf den sozialen Aspekt.

Geplant ist auch eine Pizza- und Nudelbar. Bereits seit dieser Woche hat der Kiosk in der Mensa geöffnet. Dort gibt es (gegen Barzahlung) belegte Brötchen, Müsli, Rohkost, Süßes und Getränke. „Über den Preis können wir Einfluss auf die ungesunden Sachen nehmen, so Philipp Krins von der Stattküche. „Eine Limo wird teurer sein als anderes.“

Während in der Mensa nun die hungrigen Mägen gefüllt werden, laufen die Bauarbeiten am Lernzentrum und den Arbeitsplätzen im Obergeschoss sowie an den Außenanlagen weiter.