„Wir wollen ein Bewusstsein für den Klimaschutz schaffen“, erklärt Rolf Weber von der Lokalen Agenda 21. Wie wirkt sich die Klimaerwärmung direkt auf die Menschen in Wetter aus? Diese Frage steht am Anfang des Klimafolgen-Berichtes, den die Mitglieder der Lokalen Agenda kürzlich vorstellten. „Wir wollen mit unserem Bericht, den wir im letzten Jahr erstmals erstellt haben, den Bürgern vor Augen führen, wie groß die Schäden durch extreme Wetterereignisse ausfallen.“ Auf rund 474.000 Euro beziffert der Bericht den finanziellen Aufwand für Schutzmaßnahmen und die Behebung von Schäden durch extreme Wetterereignisse. Der ehrenamtliche Aufwand der Feuerwehr lag bei 404 Stunden.

Da Wetter 2014 von sogenannten Großschadensereignissen verschont blieb, liegen die Kosten nur bei rund einem Drittel des Aufwandes von 2013. Für die Recherchen arbeiteten Weber und weitere Mitglieder der Agenda eng mit der Stadt Wetter, der Freiwilligen Feuerwehr und dem Stadtbetrieb zusammen. Bürgermeister Frank Hasenberg lobte das Engagement der Lokalen Agenda: „Der Stadt Wetter liegt der Klimaschutz sehr am Herzen. Das hat nicht zuletzt die Auszeichnung der Stadt mit dem European Energy Award gezeigt. Die Lokale Agenda ist ein wichtiger Partner und Akteur rund um den Klimaschutz bei uns in Wetter. Ich freue mich auch weiterhin über die gute und enge Zusammenarbeit.“

Präsentiert wurde der Bericht in einem Haus an der Breslauer Straße: Hier hat die Wohnungsgesellschaften wohnen“ im Rahmen der Häusersanierungen ein komplettes Außenentwässerungssystem angelegt, um die Gebäude zukünftig gegen die Folgen von Starkregen zu schützen. Kosten: 280.000 Euro. Rolf Weber und seine Mitstreiter sehen ihre Analyse auch als Handlungsgrundlage für die Politik: Deshalb stellen sie ihre datenreiche Recherche nicht nur den Politikern in Wetter als Informationsgrundlage zur Verfügung, sondern schicken sie auch an die heimischen Landtagsabgeordneten.Der BerichtKlimafolgen-Aufwand 2014“ ist im Internet einzusehen unter www.agenda21-wetter.de

Bild: Rolf Weber (4.v.r.) und Dieter Röllke (r.) von der Lokalen Agenda stellten den BerichtKlimafolgen-Aufwand 2014“ an der Breslauer Straße vor. Mit dabei waren Bürgermeister Frank Hasenberg (3.v.l.), Alexander Dyck (l., Geschäftsführer en wohnen) sowie Vertreter von en wohnen und der Lokalen Agenda. Foto: Stadt Wetter (Ruhr).