Die Freibadsaison ist beendet und der TrägervereinUnser Freibad am Seeblickt durchaus positiv gestimmt in die Zukunft: „Wir hatten in dieser Saison insgesamt neun Prozent mehr Besucher als im Vorjahr, der sonnige September hat uns sehr gut getan“, erklärte Bernd Hagedorn, Vorsitzender des Trägervereins, kürzlich bei einem Besuch im Rathaus.

Bürgermeister Frank Hasenberg wies in diesem Gespräch noch einmal deutlich darauf hin, dass es der Wille der Stadt und der Mehrheit des Rates sei, das bei Badefreunden in Wetter und Umgebung sehr beliebte Naturbad zu erhalten, die finanzielle Situation inklusive der städtischen Zuschüsse sei stabil. Hasenberg: „Das Naturbad ist ein langfristig wichtiger Faktor im Freizeitleben unserer Stadt.“

Hagedorn verwies auf die gute Zusammenarbeit des derzeit 40 Mitglieder starken Fördervereins mit der Verwaltung: „Kleinere Maßnahmen werden schnell gemeinsam mit der Stadt geklärt.“ Ein großes Lob verteilt Hagedorn auch an die Vereine: „Die sind jederzeit ansprechbar und helfen gerne, wenn wir Unterstützung brauchen.“ Das zeigt sich etwa, wenn Mitglieder des Kanu Clubs und des THW bei den Arbeiten vor der Saisoneröffnung und vor Saisonschluss oder spontan bei kleineren Ausbesserungen helfen. Das stabilisiert nicht nur die Handlungsfähigkeit der engagierten Ehrenamtler, sondern zeigt auch, „dass sich der Trägerverein des Naturbades auf die Unterstützung der städtischen Gemeinschaft verlassen kann“, so Frank Hasenberg. Natürlich geht auch der Trägerverein mit Angeboten auf die Vereine zu: Ein Beispiel dafür ist das kostenlose Schwimmen für Mitglieder der Feuerwehr: „Das ist insbesondere für die Jugendfeuerwehr sehr attraktiv“, so Hagedorn.

Apropos attraktiv: Wie beliebt das Freibad am See ist, zeigen nicht nur die vielen Schwimmer aus Wetter - es kommen auch viele Gäste von außerhalb, etwa aus Wuppertal oder Bochum. Diese Besucher kommen nicht zuletzt deswegen, weil das Baden im Naturbad gut für Allergiker ist: „Das Wasser wird biologisch-mechanisch über Regenerationsbecken aufbereitet und kommt deshalb komplett ohne den Zusatz von chemischen Zusätzen aus“, erklärt Hagedorn.

Ein aktueller Sachstandsbericht über das Freibad steht auf der Tagesordnung des Sport- und Freizeitausschusses am Dienstag, 15. November, um 17 Uhr im Vereinsheim des FC Wetter, Am Harkortberg 1.

Hintergrund: Viel natürlicher kann man kaum baden: Das 1964 erbaute, konventionelle Freibad wird seit 2004 vom Trägerverein "Unser Freibad am See" betrieben und wurde 2005 zu einem Naturbad umgebaut. Die Stadt Wetter (Ruhr) bezuschusste den Umbau mit 1,5 Millionen Euro, ein Drittel davon sind Fördermittel der Europäischen Union.